Akkord Zusammenklang von mehr als zwei Tönen in verschiedener Höhe, der das Ausgangsmaterial der Harmonie bildet. Der Akkord trägt die Melodie.

 

  Akzent Die Betonung, Hervorhebung einzelner Töne oder Schläge mit Hilfe unterschiedlicher musikalischer Mittel - zumeist jedoch der Dynamik - dient im Jazz wie in jeder Musik der Melodiebildung und der Ausprägung ihrer rhythmischen Gestalt. Der Akzent - vor allem in seiner Rolle als Beschleunigungs - und Off-Beat-Akzent - steht darüber hinaus aufgrund der Mehrschichtigkeit der Jazz-Rhythmik auch in einem Kontext komplexer rhythmisch-melodischer Wechselbeziehungen und ihrer periodischen Gestaltbarkeit.

 

  Arrangement Bearbeitung und (Neu- )Instrumentierung bzw. Orchestrierung eines Themas für eine bestimmte Besetzung. Zu unterscheiden ist zwischen dem in Noten ausgeschriebenen Arrangement und dem Head-Arrangement. Ein Thema kann auf jede mögliche Anzahl und Auswahl von Instrumenten und auf jeden Stil zugeschnitten werden.
Zu den großen Arrangeuren zählen u. a. Fletcher Henderson, Duke Ellington, Gil Evans, Glenn Miller,  Billy Strayhom, Neal Hefti, Sam Nestico, Bill Russo, Lalo Schifrin und Claus Ogerman. Aus der
Frühzeit des Druckarrangements sind vor allem Archie Bleyer und Frank Skinner zu nennen.
 
  Atonal Als atonal wird eine Musizierweise bezeichnet, die ohne Beziehung zu einer bestimmten Tonart, jedenfalls ohne das tradierte harmonische westliche System, aufgebaut ist. Auch wenn der Jazz prinzipiell eine tonale Musik ist, in der Harmonie und Melodie auf einer Haupttonart aufbauen, so finden sich doch auch Spuren von Atonalität in ihm. Als "Erfinder" der Atonalität gilt Arnold Schönberg. Für ihn waren die Akkorde nur "unbestimmt", ohne genaue Tonalität.

 

  Avantgarde Jazz Avantgarde Jazz ist, vereinfacht, Free Jazz in regelmäßiger Form (Stücke, Strophen), regelmäßigem Rhythmus und regelmäßigem Tempo. Das heißt, die anderen musikalischen Bestandteile wie Melodie und Akkorde sind recht frei. In Teilen von Stücken, sogenannten freien Passagen, werden auch Form, Rhythmus oder Tempo frei. Der Begriff Avantgarde Jazz besteht seit den 1950er Jahren, gewinnt jedoch ab etwa 1990 eine neue und festere Bedeutung. Seit dem völlig ungebundenen Free Jazz der 1960er Jahre entstanden um 1980 mit dem Free Funk erste bekanntere Zwischenstufen gebundener und ungebundener Jazzstile. Es gewannen zwei Richtungen größere Bedeutung: die freiere, für die sich der oben beschriebene Avantgarde Jazz als Bezeichnung eine Zeitlang durchsetzte; eine sich auf jüdische Musikelemente berufende Richtung, der Klezmer, die zu ganz eigenem weltweitem Erfolg gelangte und dadurch fester Begriff wurde. Hingegen blieb die Bezeichnung Avantgarde Jazz immer etwas brüchig, auch hat sich für diesen Jazzstil die Bezeichnung Experimenteller Jazz eingebürgert. Sogar eine dritte Richtung setzte an: die Einbeziehung des Computers bei Band-Auftritten anstelle eines Musikers oder wie einen Musiker. Solche Ansätze fallen vorerst zwar auch unter Avantgarde Jazz, die Tragweite solcher Entwicklungen ist aber noch nicht ganz abzusehen und damit ebenso nicht die Entstehung neuer Stile und Bezeichnungen.

 

  Bebop zunächst Rebop genannt, Kurzform Bop, entstand in der ersten Hälfte der 1940er Jahre vor allem durch Charlie Parker und Dizzy Gillespie, leitete den Modernen Jazz ein. Den Bebop haben ausschließlich Farbige geschaffen. Ihn prägten harmonisch-melodische Neuerungen, vor allem der Achtelnoten-swing, der eine einschneidende rhythmische Veränderung im Jazz mit sich brachte. Kleine Besetzungen stehen im Vordergrund, aber auch Big Band-Besetzung kommt vor (Dizzy Gillespie).

 

  Binärer Rhythmus Rhythmus, in dem jede Zählzeit in zwei gleich lange Einheiten aufgeteilt wird.

 

  Blue notes Blue notes werden die auf der erniedrigten 3. und 7. Stufe der Tonleiter auftretenden charakteristischen Töne genannt. Später kommt im Bebop die "Flatted fifth", die erniedrigte Quinte, hinzu. Sie kommen nicht nur im Jazz, sondern auch in irischer und schottischer Folkmusik vor. Im Jazz erhalten sie ihre besondere Färbung dadurch, daß in der afrikanischen Musik der 2./3. und 6./7 .Tonschritt niedriger als in den entsprechenden europäischen Tonleitern ist. Ihr unbeständiger Charakter reizt die Musiker, mit ihnen zu komponieren.

 

  Break Kurze musikalische Einlage, meist solistisch, bei der die übrigen Musiker pausieren
  Cool Jazz Stilrichtung des Modemen Jazz, entstand Ende der 1940er Jahre in Weiterentwicklung der mit dem Bebop aufgekommenen Neuerungen. Er führte zu Spielweisen, deren gemeinsame Merkmale der Cool Sound, eine entspannende Gelassenheit und in der Regel eine durchlaufende, nichtdynamische, legatomäßige Schlagzeugbegleitung sind. Der Stilbegriff gilt für Lennie Tristano mit seiner Anlehnung an
die Zwölftontechnik, insbesondere aber für die Kompositions-, Arrangier- und Spieltechnik der Musiker um Miles Davis.

 

  Dämpfer Ein Dämpfer wird in oder auf dem Schalltrichter einer Trompete oder Posaune befestigt; er dient dem Musiker dazu, das Klangvolumen abzuschwächen oder die Klangfarbe zu verändern.

 

  Dixieland
Der Dixieland Jazz, kurz Dixieland oder Dixie, ist die Nachahmung des New Orleans Jazz durch weiße Musiker. Er wurde in den USA Ende der 1930er Jahre populär, als man anfing, sich mit den Ursprüngen des Jazz zu beschäftigen. Nach Europa kam dieser Stil erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Melodien und Improvisationen sind oft eingängig und in der Regel künstlerisch weniger ambitioniert. Dixieland sollte nicht mit dem Chicago Jazz der 1920 er Jahre verwechselt werden.
Die typische Besetzung ist wie im New Orleans Jazz Trompete oder Kornett, Klarinette, Posaune sowie eine Rhythmusgruppe bestehend aus Schlagzeug, Piano, Bass bzw. Sousaphon oder Tuba sowie Banjo oder Gitarre.
Der Ursprung des Wortes "Dixieland" ist nicht völlig gesichert. Im Amerikanischen bezeichnet es generell die Südstaaten der USA. Der Ausdruck rührt möglicherweise vom französischen Wort "dix" her, welches früher in den Südstaaten auf den Dollarnoten zu finden war, möglicherweise aber auch vom Namen des englischen Landvermessers Jeremiah Dixon (Mason-Dixon-Linie ).

 

  Free Jazz Free Jazz ist einerseits ein historischer Begriff für freies ungebundenes Improvisationsspiel im Jazz seit den 1960er Jahren. Andererseits ist es ein bis heute ausstrahlendes Paradigma, das die Möglichkeit zur freien Entfaltung immer neuer Formen im Jazz einfordert ("Let's play the music and not the background").
Die Entwicklung des Free Jazz fand in den USA und in Europa fast unabhängig voneinander statt. Der unbestritten wegbereitende Einfluss solcher US-Amerikaner wie John Coltrane, Eric Dolphy, Ornette Coleman zählen auch heute noch zu den kreativsten Vertretern der Improvisierten Musik.
Das ungebundene Spiel stellt den Unterschied zwischen "offener Probe" und "Konzert" in Frage; damit gab das Freejazzparadigma den Musikern eine Legitimation für stilübergreifende Improvisationen, was die Grundlage für die spätere Verbindung des Jazz mit der so genannten Weltmusik legte. Viele Stil- und Effektmittel des Free Jazz finden sich mittlerweile zwanglos im nichtkommerzialisierten Mainstream Jazz wieder.
 
  Glissando Instrumentale Technik, bei der man ohne Unterbrechung die Tonleiter auf- oder abwärts von einer Note zur nächsten gleitet.

 

  Great American Songbook
  Growl In Nachahmung der Blues- und Gospelsänger erzeugt der Instrumentalist mit seinen Lippen oder seiner Kehle heisere, raue Töne auf einem Blasinstrument.

 

  Hard Bop Weiterentwicklung des Bebop, gekennzeichnet durch Intensivierung des Rhythmus. In den 50er-Jahren in New York entstanden (auch "East-Coast-Jazz" genannt).
  Head Arrangement kurz: Head, bezeichnet eine schriftlich nicht fixierte bzw. nicht notierte Absprache über die lnstrumentierung eines Stückes, die Reihenfolge der Soli, die Art der Begleitung. Es handelt sich um ein gewissermaßen «in den Köpfen» der Bandmitglieder existierendes Arrangement. Die Kurzform Head kann aber auch, je nach Sinnzusammenhang, das (durcharrangierte) Thema oder einen einleitenden Satz bezeichnen.

 

  Horn In der Jazz-Musikersprache jedes Instrument, entsprechend "blow" (das Horn blasen) für "spielen".
  Jam-Session Ursprünglich zwanglose Zusammenkunft von Jazzmusikern, bei der aus dem Stegreif gespielt wird. Bei einer Jam-Session einigen sich die Musiker auf ein Thema, über das sie improvisieren, und über die Reihenfolge der Soli. Mittlerweile bilden Jam-Sessions mit Rahmenarrangements auch feste Programmbestandteile von Jazzkonzerten.

 

  Kontrapunkt Kompositionstechnik, die darin besteht, verschiedene Stimmen übereinander zu legen - in etwa wie in einem Kanon.

 

  Mainstream Als Mainstream Jazz bezeichnet man in Abgrenzung zu experimentierfreudigerem Modern Jazz Jazzmusik mit traditionelleren Spielweisen. Im wesentlich gefälligeren und massentauglicheren Mainstream Jazz finden sich unter anderem Elemente des Swing, des Cool Jazz und des Bebop-Stils wieder.
Nach den Wellen des Free Jazz und Fusion Jazz orientierten sich viele Jazzmusiker in den 1980er Jahren wieder am Mainstream Jazz. Im Zuge dieser Entwicklung feierten auch viele Jazzveteranten mit Jazzbands, die klassischere Stile propagierten, ein Comeback. Zu diesen Musikern zählen unter anderem Stan Getz, Dizzy Gillespie und Oscar Peterson.
 
  Melodie Eine Folge von Tönen, deren Abfolge eine Struktur und eine geschlossene Form erkennen läßt.

 

  Modale Improvisation Modal wird eine Improvisationsweise genannt, bei der nicht mehr über den wechselnden Grundakkorden des Themas, sondern über der "Skala" (Tonleiter) improvisiert wird. Die modale Improvisation wurde vor allem von John Coltrane und Miles Davis Ende der fünfziger Jahre entwickelt und mündete in den Free Jazz.

 

  Modern Jazz Als Modern Jazz bezeichnet man Jazzströmungen die zwischen 1940 und 1960 entwickelt wurden. Der Begriff sollte die Silrichtungen zu den traditionelleren Stilen wie Chicago Jazz, Dixieland, Swing und dem Mainstream Jazz abgrenzen.
Dazu zählen unter anderem: Bebop, Cool Jazz, Hardbop, Modaler Jazz und Free Jazz.
Der Bebop löste Anfang der 1940er Jahre den Swing ab und war Ursprung des Modern Jazz. Der Cool Jazz (seit etwa 1945) stellt eine Weiterentwicklung des Bebop dar. Oft wird er auch als Gegenbewegung zum hektischen Bebop betrachtet. Der Hardbop (seit etwa 1950) ist ebenfalls eine Weiterentwicklung des Bebop, die Einflüsse aus dem Cool Jazz, aber auch Elemente aus dem Soul und Blues vereint, was eine insgesamt eine 'härtere' Spielweise mit sich brachte. Soul Jazz ist wiederum eine Unterart des Hardbop.
Jazz wurde seit den 1950er Jahren mit vielerlei neuen Einflüssen angereichert. Man führte beispielsweise ab Anfang der 1950er Jahre neue Instrumente (beispielsweise Horn und Blockflöte) ein, die nicht aus der klassischen Jazztradition stammten. Außerdem begann man mit Einflüssen anderer Kulturen beispielsweise aus Afrika und Indien zu experimentieren.
In den späten 1950er Jahren begannen Musiker wie John Lewis vom Modern Jazz Quartet, Elemente des Jazz mit Neuer Musik aus dem Bereich der Klassischen Musik zu kombinieren. Diesen Stil nennt man Third Stream.
1959 erschien mit "Kind Of Blue" von Miles Davis, dass er unter anderem mit John Coltrane und Cannonball Adderly einspielte, das wohl bedeutendste Album des Modalen Jazz. Dieser Stil basiert auf der Jazztheorie der Skalen ("theory of modes") des Pianisten George Russell. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass über eine Tonleiter (Modus, Skala) anstatt über einer Harmoniefolge des Themas improvisiert wird.
1960 erschien das bahnbrechende Album "Free Jazz" des Saxophonisten Ornette Colemann. In seinem Spiel ignorierte er alle bisherigen Regeln des Jazz. Statt Harmonien, Melodien und gerader Rhythmik, spielte er unstrukturiert und atonal. Der Free Jazz war geboren.
 
  Offbeat Offbeat (auch Off-Beat, engl.: weg vom Schlag) ist die Bezeichnung für die Zeit innerhalb eines Taktes, die sich nicht aus dem Beat oder dessen Aufteilungen ergibt.
Bei der sogenannten Offbeat-Phrasierung werden auch die unbetonten Taktteile betont - beispielsweise bei einem 4/4-Takt die zweite und vierte Zählzeit. Der Beat als der durchlaufende Grundrhythmus wird durch melodische Akzente auf den Offbeats (also "vor" und "hinter" dem Beat) überlagert. Hörbar wird dies als kleine rhythmische Abweichung vom Grundrhythmus. Aus der Offbeat-Phrasierung ergibt sich die latente Spannung insbesondere von Jazzstücken, der "Swing".
 
  Phrase Melodische, in sich abgegrenzte Sinneinheit, analog zu einer Wortgruppe im Satz.
 
  Phrasierung
Phrasierung bezeichnet die Behandlung und Beziehung verschiedener Töne innerhalb einer musikalischen Phrase hinsichtlich verschiedener Aspekte wie zum Beispiel Lautstärke und Rhythmik.
Im Jazz ist Phrasierung in vielerlei Hinsicht ein stilprägendes Merkmal, sowohl was den Personal- als auch den Epochenstil angeht. Im Gegensatz zur Klassik werden im Jazz in den seltensten Fällen Phrasierungszeichen notiert. Im Gegenteil: Es wird sogar davon ausgegangen, dass gewisse allgemeine Phrasierungsgesetzmäßigkeiten allgemein bekannt und darüber hinaus zur eigenen Interpretation frei sind.
Täte man dies immer ganz genau gleich, so würde man statisch klingen wie ein Computer und die gespielte Linie hätte nichts von der Lebendigkeit, die man von hunderten von großartigen Jazzimprovisationen kennt. Da nun aber die verschiedenen Musiker die gleiche Melodie alle etwas unterschiedlich spielen (obwohl gleich notiert), klingt sie immer etwas anders.

 

  Riff (Engl. = "Refrain") bezeichnet in der Musik eine im Verlauf eines Musikstücks immer wiederkehrende, kurze, prägnante, zumeist rhythmische Tonfolge, die das gesamte Werk prägt. Der Begriff wird sowohl im Rock als auch im Jazz verwandt. Im Jazz ist hierfür auch der Ausdruck Vamp gebräuchlich.
Ein Riff ist normalerweise 1-2 Takte lang und besteht meist aus Einzeltönen oder Zweiklängen (dann häufig aus offenen Quinten). Die Haupteigenschaft eines guten Riffs ist (jenseits aller theoretischer Betrachtungen) immer seine "Unmittelbarkeit", die den Hörer direkt in seinen Bann zu ziehen vermag.

 

  Smooth Jazz

Smooth Jazz wird als eine Spielart des Jazz verstanden. Diesem Begriff wird meist instrumental orientierte Musik zugeordnet, die Elemente aus Popmusik und Jazz miteinander verbindet, wobei die Tendenz zur Popmusik stark ausgeprägt ist und das Jazzelement eher eine zurückhaltende Rolle spielt. Sie setzt im Allgemeinen auf eingängige Harmonien / Melodien und den sogenannten Groove.Der Begriff wurde Ende der 1980er Jahre in den USA als Marketingargument für ein neues Radioformat entwickelt.

Der Begriff wurde als Ersatz gewählt für das frühere Format "Beautiful Music", das insbesondere in den 70ern und den frühen 80ern die Radioszene in dem Bereich der Hintergrundmusik in den USA prägte. In den letzten Jahren ist festzustellen, dass dieser Begriff von Radioberatern immer mehr eingegrenzt wird und Innovationen in diesem Genre im Bereich des Radiomarktes immer weniger zu finden sind. Letztendlich führt diese Entwicklung dazu, dass dieser Bereich der Musik tendenziell geringere Absätze verzeichnet.

Insbesondere in den USA hat Smooth Jazz eine starke Verbreitung erfahren, wobei diese durch die dortigen Formatradiostationen stark gestützt wird.

Bei den Musikern und Labels ist eine immer stärkere Diversifikation und Vermischung mit anderen Stilrichtungen (Urban, R&B, Lounge, Chill Out, Hip-Hop etc.) zu bemerken. Zumindest in den USA ist der Trend der Musiker zu dieser Musikrichtung ungebrochen.

Smooth Jazz wird manchmal (negativ) als sogenannte "Kaufhaus-" oder "Fahrstuhlmusik" (Muzak) beschrieben, da diese Musik in diesen Lokalitäten oft als Hintergrundmusik zu hören ist. Auch in TV-Dokumentationen oder Wetterberichten wie auch in einigen Fernsehserien insbesondere aus den USA ("Monk", "Sex And The City") hört man Smooth Jazz häufig als Untermalung.

Von dem melodiösen Jazz (z.B. Neobop, Neoklassizismus oder sog. Mainstream Jazz) unterscheidet sich Smooth Jazz dadurch, dass er charakteristische Elemente des Jazz (insbesondere solistische Improvisationen über die Harmonien) wegen der starken Melodieorientierung eher vernachlässigt. Die Übergänge zwischen beiden Stilrichtungen und auch zur Jazz Fusion sind fließend.

Heutzutage wird Smooth Jazz nicht selten in Studios mithilfe von moderner Computer-Technik und Synthesizern produziert; die einzelnen Lead-Stimmen akustischer Instrumente (meist Gitarre oder Saxophon) werden dabei über ein Arrangement aus computerproduzierten Beats und Synthesizer-Klängen eingespielt

 

  Sound Sound ist der für einen Solisten, eine -Band oder einen Jazz-Stil charakteristische Klang, z. B. der Sound des Orchesters von Glenn Miller mit der führenden Klarinette im Saxophon-Satz, der Four Brothers Sound von vier Tenoristen im Orchester Woody Herman. Der Sound gewann zu Beginn des Swing-Stils an Bedeutung und führte im Modernen Jazz zu ungewöhnlichen Besetzungen.
 
  Stimmlage Umfang der Töne, die eine Stimme oder ein Instrument hervorbringt.

 

  Swing  (Engl. = "schwingen") Der Swing wird durch die rhythmische Besonderheit des Jazz hervorgerufen und bezeichnet die stark schwingende rhythmische Qualität der Jazzmelodik. Der Ausdruck wurde vor allem in den dreißiger Jahren benutzt, zur Zeit der Big Bands. In dieser "Swing" genannten Epoche ließ der Jazz ganz Amerika tanzen.

 

  Synkope Verschiebung von Takt- und Rhythmusakzenten auf unbetonte Noten oder, innerhalb eines Taktes, durch Schwerpunktverlagerung oder durch Bindung über den Taktstrich hinweg. Dies hat nichts zu tun mit dem "Off beat", der besonderen rhythmischen Bewegungsart des Jazz, daher ist der Jazz keine "synkopierte Musik", wie hin und wieder behauptet wird.

 

  Takes Verschiedene Aufnahmen eines Stücks, von denen nur die beste veröffentlicht wird
  Takt Rhythmische Einheit, die die Basis des Rhythmus bildet. Takte setzten sich aus verschiedenen Schlägen bzw. Zählzeiten zusammen, die durch eine gewisse Ordnung miteinander verbunden sind.

 

  Tempo Die Geschwindigkeit, in der ein Musikstück gespielt wird. Stütze des Tempos, das langsam, gemäßigt oder schnell sein kann, ist die Rhythmusgruppe der Band.
 
  Thema Ein Thema setzt sich aus verschiedenen melodischen rhythmischen und harmonischen Motiven zusammen. Im Jazz ist ein bestimmtes Thema oft Grundlage verschiedener Interpretationen und Improvisationen. Der Jazzkomponist "verleiht" damit sein Thema an andere Künstler.

 

  Ton Kleinste musikalische Einheit, die, in Verbindung mit dem Modus, die Tonalität bestimmt.

 

  Tonleiter Zusammenhängende Reihe von Tönen in einem bestimmten Intervall. Die diatonischen Tonleitern, in Dur oder Moll, schreiten in aufeinanderfolgenden Ganz- und Halbtonschritten voran.

 

  Vibrato Mehr oder weniger schnelles Vibrieren eines Tones, bei dem seine Höhe gering variiert wird.

 

  Zydeco

Der Zydeco ist eine schnelle, tanzbare Musikform aus dem Süden und Südwesten des US-amerikanischen Bundesstaates Louisiana. Charakteristische Instrumente sind Akkordeon und Waschbrett (Frottoir), die Texte sind überwiegend in englischer Sprache, manchmal auch in Cajun-Französisch.

Zydeco entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Vermischung der Cajun-Musik mit afroamerikanischen Einflüssen, die auch zur Entstehung von Blues und R&B beitrugen. Bevor der Name „Zydeco“ benutzt wurde, war die Musik unter anderem als „La-la“ und „Zodico“ bekannt. Amédé Ardoin machte 1929 die ersten Aufnahmen in diesem Stil.

Mitte der 1950er erreichte Zydeco durch Musiker wie Clifton Chenier und Boozoo Chavis eine gewisse Popularität. Chavis hatte 1954 mit Paper in My Shoe den ersten Zydeco-Hit. Als Chavis sich aus dem Musikgeschäft zurückzog, wurde Chenier der führende Star des Zydeco.1965 hatte Chenier mit Les Haricots Sont Pas Salés („Die Bohnen sind nicht gesalzen“) einen Hit.

Mitte der 1980er erlebte der Zydeco ein Revival, als Rockin' Sidney mit einer Neuaufnahme von My Toot Toot einen Hit landete, der auch in den Pop-Charts erfolgreich war. Dies führte zu einer Reaktivierung altgedienter Zydeco-Musiker wie Boozoo Chavis, verhalf aber auch jungen Zydeco-Künstlern wie Chubby Carrier und Rosie Ledet zum Erfolg.