EDGAR WILSON

Foto: Dr. Christian Weingartner 

EDGAR WILSON

Wilson Edgar, Pianist,

Edgar kam am 28. Juni 1948 in Mozambique zur Welt. Bereits mit sechs Jahren begann er mit regelmäßigem Klavierstudium. Mit acht Jahren nahm er an seinem ersten klassischen Musikwettbewerb teil und erhielt aufgrund seiner souveränen Darbietung mit Werken von Chopin, List und Beethoven den ersten Preis. Mit zwölf Jahren wurde er von Portugal an das Konservatorium in Porto geholt, um sein Musikstudium fortsetzen zu können.

Von 1970 bis 1975 studierte er an der Musikhochschule in Wien; wegen seines herausragenden Talents ebenfalls von Portugal mit einem staatlichen Stipendiat gefördert.

Edgar Wilsons Lehrer in Wien war der renommierte Prof. Seidelhofer, der bereits Friedrich Gulda ausgebildet hatte, sowie Friedrich Gulda selbst, bei dem er die Meisterklasse absolviert hat.

Aufgrund seiner außerordentlichen Musikalität und der gehobenen Klavierliteratur, die er beherrschte, machte sich Edgar Wilson in der Musikwelt einen Namen. Neben seiner klassischen Ausbildung entdeckte Edgar Wilson seine Liebe zum Jazz. Im Laufe der Zeit hat er sich dieser "klassischen Musik unseres Jahrhunderts" verschrieben.

Es folgten unzählige Auftritte in den bekannten Jazzclubs Europas und Konzerte mit den besten des Jazz. (
Aladar Pege (b), Jimmy Woode (b), Niels Hennings Orsted Pederson (b), Peter Bockius (b), Alvin Quinn (dr), Charlie Antolini (dr), Poni Poindexter (sax), Art Famer (tp), Clark Terry (tp), Bireli Lagrene (g), usw.) 1978 spielte Edgar Wilson mit Niels Hennings Orsted Peterson seine erste LP ein, die noch heute ihren unverwechselbaren Charakter präsentiert.

Nach einem vierzigjährigem Musikleben hat sich Edgar Wilson zu einem der vielseitigsten Pianisten unserer Zeit entwickelt. Neben der anspruchsvollen klassischen Klavierliteratur interpretiert er Gershwin wie niemand sonst seines Faches; zudem beherrscht er die ganze Skala des Jazz zwischen Swing, Be-bop, Stride und Funk.

Der Pianist Edgar Wilson verkörpert in der Tat seine afrikanisch - europäischen Wurzeln. Er ist ein Könner des Afro und Latin Jazz. Mit seiner Rythmussicherheit und seiner musikalischen Phantasie entfaltet er sein Wesen. Alles in allem hat man mit diesem Musiker mit einem Menschen zu tun, der Musik lebt im wahrsten Sinn des Wortes.

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